GESUNDHEIT

DARMGESUNDHEIT

Durch den hohen Anteil an Chlorophyll ist Gerstengras eine Wohltat für den Darm. Unter anderem hilft es, die Darmflora wieder aufzubauen, die z. B. durch die Einnahme von Penicillin geschädigt wurde. Durch die hohen Anteile an Ballaststoffen im Gerstengras wird die Darmpassage beschleunigt und kann somit Verstopfungen vorbeugen.15


HERZ - KREISLAUF16

Studien belegen, dass regelmäßiger Konsum von Gerstengraszubereitungen in Kombination von Vitamin C und E den Gesamtcholesterinspiegel wie auch das schädliche LDL Cholesterin senken.

Wissenschaftler des Department of Nutrition, China Medical College in Taiwan, berichteten, dass Gerstengras das schädliche LDL-Cholesterin senke. Wenn LDL-Cholesterin in zu hohen Mengen vorhanden ist, kann es Arterien verstopfen und zu Herzinfarkten oder Schlaganfällen führen. Die Forscher gaben einer Gruppe von 36 Patienten (die alle unter einem hohen Cholesterinspiegel litten) je 15 Gramm eines Gerstengrasextraktes. Sie stellten fest, dass nach einer Behandlungsdauer von vier Wochen die Werte des LDL-Cholesterins signifikant gefallen waren. Gleichzeitig entdeckten die Wissenschaftler, dass die Menge der im Blut zirkulierenden schädlichen freien Radikale ebenfalls signifikant reduziert worden war. Zusätzlich sollte man die Vitamin C- und Vitamin E-Versorgung optimieren, da sich in besagten wissenschaftlichen Arbeiten gezeigt hatte, dass gerade die Kombination Vitamin C (Früchte), Vitamin E (Nüsse, Pflanzenöle) und Gerstengras die beste Wirkung auf den Cholesterinspiegel hatte. Doch Gerstengras senkt nicht nur das Cholesterin, es hemmt auch das tatsächlich Gefährliche am Cholesterin, nämlich dessen Oxidation, wie Forscher der Fu Jen University in Taipeh herausfanden – und zwar um bis zu 36 Prozent (wenn man gleichzeitig mit dem Gerstengras auch Olivenöl als Speiseöl wählt). Demzufolge wird auch das Risiko eines Herzinfarkts oder Schlaganfalls reduziert.17


DIABETES18

Einige Studien mit Gerstengras wurden mit Typ-2-Diabetikern durchgeführt. Diese Personengruppe eignet sich hierfür besonders gut, da sie oft über viele Risikofaktoren gleichzeitig verfügt. Ihr Cholesterinspiegel ist erhöht und ihr Blutzuckerspiegel ebenfalls. Sie leiden oft unter Bluthochdruck und nicht selten auch an Übergewicht. Da Gerstengras sowohl den Blutzuckerspiegel als auch die Cholesterinwerte sehr positiv beeinflussen kann, ist Gerstengras ein höchst empfehlenswertes Nahrungsergänzungsmittel für Diabetiker.

Gerade im Hinblick auf die Blutzuckersenkung wurde im International Journal of Green Pharmacy im Jahre 2010 eine klinische Studie veröffentlicht („Management of diabetic dyslipidemia with subatmospheric dehydrated barley grass powder“). Die Probanden der Studie (allesamt Typ-2-Diabetiker) erhielten über zwei Monate lang täglich 1,2 Gramm Gerstengraspulver. Keine weiteren Maßnahmen wurden angeordnet. Im Vergleich zur Kontrollgruppe, die ohne Gerstengras leben musste, war nicht nur der Blutzuckerspiegel der Gerstengrasgruppe, sondern auch ihr Cholesterinwert nach den vorgesehenen zwei Monaten signifikant gesunken.


ANTIOXIDANTIEN19

Gerstengras enthält Antioxidantien in großer Menge. Diese schützen die Zellen vor freien Radikalen und Umweltgiften und unterstützen somit das Immunsystem. Auf diese Weise kann Gerstengras das Risiko von Infektionen, entzündlichen Prozessen und sogar Krebs reduzieren.


ZELLEN20

Ein wichtiger Grund für die hochinteressante Wirkung des Gerstengrases könnte sein Antioxidan­tienreichtum sein. So fand man im Gerstengras die seltenen Antioxidantien Saponarin, Lutonarin und sechs weitere aus der Gruppe der Flavon-C-Glycoside (Identification of flavone C-glycosides including a new flavonoid chromophore from barley leaves (Hordeum vulgare L.) by improved NMR techniques).

Schon allein das Saponarin soll laut einer Studie aus dem Jahr 2012 („Flavonoids with potent antioxidant activity found in young green barley leaves“) bereits um ein Vielfaches kraftvoller sein als eines der stärksten Antioxidantien, das wir kennen: das Vitamin E. Die an genannter Studie beteiligten Wissenschaftler vom Department of Environmental Toxicology der University of California erklärten, dass diese antioxidative Wirkung des Gerstengrases bei sämtlichen Krankheiten zum Einsatz kommen könnte, die mit oxidativem Stress einhergehen.


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